Italia – Putumayo Music CD

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Für Klang-Fetischisten ist es immer wieder bewundernswert, wie die Putumayo-Techniker es schaffen, die qualitativ höchst unterschiedlichen Pop-Songs aus Nord- und Südamerika, Afrika und Australien auf einen gleichmäßig durchhörbaren Dynamik-Level einzupegeln.(Winfried Dulisch) — IMAGE HIFI, JANUAR 2011

Die Geschichte von Putumayo beginnt 1975 mit einer „Ethno-Boutique“ in New Yorks Upper East Side, wo der studierte Ethnologe Dan Storper in einem kaum 15 Quadratmeter großen Laden Kunsthandwerk und Textilien aus Lateinamerika verkauft. Schon bald wird Putumayo, benannt nach einem Flußtal in Kolumbien, mit eigenen Designs zur erfolgreichen Marke und Storper von der Modepresse zum „ethnischen Ralph Lauren“ gekürt. Doch die Musik, anfänglich nur schmückendes Beiwerk zur Beschallung der mittlerweile sechs Putumayo-Läden, wird immer wichtiger, und so entsteht 1993 die eigene Musiksparte: Putumayo World Music. Dan Storper betätigt sich auch hierbei zunächst als Jäger und Sammler, der aus seinen Fundstücken ebenso eklektische wie stimmige Compilations zusammenstellt.

Von Weltmusik-Einführungskursen mit Titeln wie The Best of World Music: Vocal geht die Reise über Kontinente (Africa), Regionen (Cairo to Casablanca) und Genres (Celtic Collection) bis hin zu Best-of-Sammlungen ausgewählter Künstler wie etwa Chico César. Diese Entwicklung führt letztlich auch zu Eigenproduktionen mit hochkarätigen Musikern wie Ricardo Lemvo, „Mama Africa“ Miriam Makeba und Habib Koité.
Im Laufe der Jahre haben sich besondere Schwerpunkte (Lateinamerika, keltische Musik, Afrika) herausgebildet, und Putumayo ist mit seinem Repertoire natürlich gewachsen. Von Beginn an hatte Storper das Glück, mit Nicola Heindl eine kongeniale Cover-Gestalterin zur Seite zu haben. Die „naiv-ethnischen“ Designs der Engländerin haben viel zur Identität und dem Erfolg des Labels beigetragen, immer dem jeweiligen Thema angemessen und doch stets sofort wiedererkennbar.

Direktes soziales Engagement war und ist integraler Bestandteil der Arbeit von Putumayo. Vom Erlös vieler CDs wird ein Teil an eine – meist dem Thema oder Herkunftsland der Musikauswahl entsprechende – anerkannte Hilfsorganisation gespendet. So kommt One World auch der UNICEF zugute, Women of Spirit bringt finanzielle Mittel für GROOTS auf, ein internationales Netzwerk von Frauen-Selbsthilfeprojekten, und Music From The Coffee Lands unterstützt die Initiative „Coffee Kids“, die sich um Kinder in Kaffee erzeugenden Ländern kümmert.

Dass Kultur, Business und Engagement auf Grass Roots-Ebene sehr gut zusammen gehen, hat Putumayo in mehr als 30 Ländern der Welt gezeigt. Damit scheint sich der Slogan „Guaranteed to make you feel good!“ in doppelter Hinsicht zu bewahrheiten.
Das „bunteste Plattenlabel der Welt“ konnte im April 2008 seinen 15. Geburtstag feiern. Rund 155 CDs mit Musik aus fast allen Teilen der Welt sind seither erschienen, und sie verdienen dem Begriff „Album“ wie kaum eine andere Reihe: Schon die Musikauswahl der Putumayo-Kollektionen ist immer spannend, und die üppigen, schön gestalteten Booklets vermitteln interessante Hintergrund-Informationen zu Künstlern und Kulturen. Das vielgepriesene „Putumayo-Rezept“, die Mischung aus Weltmusikstars, Geheimtipps und Neuentdeckungen findet auch hierzulande großen Anklang. Kein Wunder, dass viele Journalisten und andere Fachleute der Meinung sind, dass Putumayo die Compilation zur Kunstform perfektioniert hat.

RPRESSESTIMMEN
„weit entfernt vom gefälligen Folkloregeklimper … meist raffiniert kompilierte, kraftvolle und lebensfrohe Sampler“ (FOCUS)
„Musik von Liebhabern für Liebhaber – erstaunlich eingängig und doch weitab vom Mainstream“ (Klassik Heute)
„faszinierende musikhistorische Spurensuche“ (Hamburger Abendblatt)
„exzellente musikalische Zusammenstellungen“ (Madame)

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